Mit der WEEE-Richtlinie hat die EU beschlossen, dass Inverkehrbringer von Elektronikgeräten (also
Elektronik-Hersteller und Importeure) in der EU für die Umwelt-gerechte Entsorgung des anfallenden Elektroschrotts
entsprechend ihres Marktanteils selbst verantwortlich sind.
Davon sollen Umwelt und Verbraucher profitieren.
Große Elektronik-Hersteller können von ihren mächtigen Verwaltungsapparaten und Rechtsabteilungen
den für jedes EU-Land individuellen Bürokratieaufwand mit Leichtigkeit erledigen lassen und sparen dafür
Millionensummen durch günstig ausgehandelte Entsorgerverträge ein.
Für kleine Unternehmen stellt sich die Situation diametral anders dar.
Wegen relativ winzigen Mengen behindert die Bürokratie die Wert schöpfende Arbeit, artet in Warenkontrollwahn aus und schafft aberwitzige
Zugangshürden für den EU-Binnenmarkt.
An dieser Stelle möchte ich die IHKs (Industrie- und Handelskammern) lobend erwähnen, die zwar unfähig waren die
Interessen der kleinen Elektronikhersteller zu vertreten, als Gegenleistung für die Zwangsbeitrage
uns jedoch wenigstens in Ruhe gelassen haben.
Genauso wie die IHKs hätte man optional unbürokratisch eine reichlich bemessene Gewinn-abhängige Gebühr
abgreifen können und uns ansonsten nicht zu belästigen brauchen. Aber das wäre ja viel zu einfach gewesen.
Big electronics manufacturers may handle easily the individual EU country bureaucracy expense through their powerful
bureaucracies and legal departments and save millions through favorable negotiated disposal contracts.
For small companies the situation is diametrically different. Because of relatively tiny amounts, the
bureaucracy hinders the value-added work, it degenerates into a product supervision madness and creates crazy barriers to
entry for the EU's internal market.
At this point I would like to praise the IHKs (chambers of commerce and industry) that were indeed unable
to represent the interests of small electronics manufacturers, in return for the compulsory contributions however they
at least have left us in peace.
Just like the IHKs, it would have been optionally possible blackmailing an unbureaucratic income-dependent and plentiful
fee and furthermore they needn't bother us. But that would have been much too easy.